Handschrift

ca. 1.400 v. Chr.

 

TORA

Mit diesem Namen werden in der Regel die fünf Bücher Mose bezeichnet. Modern ausgedrückt kann man sagen, dass die Tora die Verfassung des jüdischen Volkes darstellt. Unter rechtlichem Gesichtspunkt ist sie außergewöhnlich, denn sie wurde nicht von Menschen vorbereitet, sondern war ein Geschenk Gottes an die Israeliten. Mose erhielt sie auf dem Berg Gottes und sandte sie durch Josua den Ältesten. Diese gaben sie an die Propheten weiter, und die Propheten vermittelten sie dem Volk.

Gesetz Moses

Die Tora führt den Menschen in dieser Welt und lehrt ihn, wie er den Willen des Schöpfers erfüllen soll. Es ist die Geschichte der Urväter und der Anfänge des Volkes Israel. Die Tora ist allgemein bekannt als die ersten fünf Bücher des Alten Testaments. Gemäß der jüdischen Tradition ist sie von Gott eingegeben und ein Zeichen Seines Bundes mit Israel. Ihre Worte sind genau abgezählt - 79.841 - und bis heute ist keines von ihnen verändert worden. Die Tora besteht aus folgenden Büchern: Bereschit - 1. Buch Mose, Schemot - 2. Buch Mose, Wajikra - 3. Buch Mose, Bemidbar - 4. Buch Mose sowie Devarim - 5. Buch Mose.

Hebräische Bezeichnungen der Bücher

Die o.g. hebräischen Bezeichnungen rühren von den ersten Worten jedes dieser Bücher her. Das fünfte und letzte Buch stellt eine Wiederholung der Ereignisse sowie der Gesetze aus den vorhergehenden Büchern dar, enthält eine Wiederholung der Zehn Gebote und der Bundeserklärung, aber auch über 700 Gebote, die in den ersten vier Büchern nicht niedergeschrieben wurden. Es umfasst den kürzesten Zeitraum der in der Tora enthaltenen Bücher - 37 Tage. Die im Devarium festgehaltene Abschiedsrede Moses ist ein wunderbares Lied und ein letzter Segen für die Stämme Israels. Dieses Buch endet mit Moses Tod. Gott hatte ihm den Eintritt in das verheißene Land nicht erlaubt. Die fünf Bücher Mose stellen vor allem ein Gesetz dar, das göttlichen Charakter hat und vor dem alle Menschen gleich sind. Am kürzesten wird es im Dekalog ausgedrückt.